Leserbriefe 2023 – 2024

Ohne Kernkraftwerke geht es nicht

Der aktuelle Bericht «Clean Energy Market Monitor» der Internationalen Energieagentur (IEA) bestätigt, dass die Kernenergie ein zentraler Pfeiler im Kampf gegen den Klimawandel ist. Konkret sind die 2019-2023 zugebauten Kernkraftwerkskapazitäten und die dadurch vermiedenen CO2-Emissionen ausgewiesen. Weltweit betrug der Zubau 30.5 GW (Gigawatt) und die dadurch vermiedenen CO2-Emissionen etwa 162 Mio. Tonnen. Zum Vergleich: Die in der Schweiz installierte Kraftwerkskapazität aller Produktionstechnologien beträgt zirka 22 GW und die gesamten Emissionen an CO2 45.2 Mio. Tonnen. In China betrug der Zubau 11 GW, dadurch wurden CO2-Emissionen von 74 Mio. Tonnen vermieden. Für die USA betragen diese Werte 1.3 GW resp. 7 Mio. Tonnen und für die EU 2.2 GW resp. 9 Mio. Tonnen.

Nachdem aufgrund der weltweiten politischen und kriegerischen Wirren China die Rolle des «Weltpolizisten» von den USA und der EU zu übernehmen droht, scheint China nun auch bei der sauberen Energieproduktion den weltweiten Lead zu übernehmen, während wir uns in der Schweiz immer noch zieren, klar zu den Vorteilen der Kernkraftwerke zu stehen! An alle Grünen und Möchte-Gern-Grünen: Grüner als ein Kernkraftwerk geht nicht!

Natürlich stimmt es, dass aufgrund der langen Projektzeiten mit Kernkraftwerken keine kurzfristigen Probleme gelöst werden können. Aber die Welt macht es uns vor: Langfristig geht es nicht ohne Kernkraftwerke! Deshalb sollten wir für die Lösung der kurzfristigen Probleme auf Wasser, Wind und Photovoltaik zurückgreifen und für die langfristigen Perspektiven sollte die Politik die Rahmenbedingungen und Anreize so setzen, dass Investitionen in Kernkraftwerke attraktiv sind. Dabei darf auch die öffentliche Hand von solchen Investitionen durchaus profitieren resp. selbst investieren! Ich bin überzeugt, nur so kommen wir zu einem nachhaltigen Energiesystem, das auch Rücksicht auf unser Klima nimmt. Und weiter bin ich davon überzeugt, dass ein solches Energiesystem mittel- bis langfristig nicht ohne Kernkraftwerke auskommen wird!

Daniel Zimmermann, Klingnau, 6.3.2024

 

Klimaschutz und Alpenschutz

Unsere Gletscher sind in den letzten Jahren stark geschmolzen. Grund dafür ist der über die letzten Jahrzehnte stark angestiegene CO2-Gehalt in der Atmosphäre. Dass dies auf das Verbrennen von Kohle Gas und Öl zurückzuführen ist, ist unbestritten. Selbst wenn aber diese fortdauernde, menschenverursachte Verschmutzung der Atmosphäre sofort auf Null zurückginge , bliebe diese Treibhausgaskonzentration noch für Jahrzehnte weiterbestehen. Das heisst, die Gletscher werden weiter schmelzen. Weltweit werden aber jährlich immer noch rund 40 Milliarden Tonnen CO2 abgeblasen; Ein Promille davon in der Schweiz. Wenn dieses Promille bis 2050 vollständig eliminiert wird, würde das Weltklima gar nichts merken. China, Indien und die USA sind die Länder mit den grössten CO2-Emissionen (rund 20 Milliarden Tonnen pro Jahr). Selbst wenn diese 3 Länder begännen ihre gewaltigen Mengen zu reduzieren, würden unsere Gletscher weiter schmelzen. Es ist somit barer Unsinn wenn die Aushänge Porträts der Partei der Mitte, der FDP, der SP und der Grünen mit dem Slogan «Klimaschutz ist Alpenschutz» für das mit masslosen Zwängen angereicherte Klimaschutzgesetz mit der JA-Parole weibeln. Wenn Sie NEIN schreiben, helfen Sie der Vernunft zum Durchbruch.

Hans Rudolf Lutz, alt Kantonsrat, Lostorf 15. Mai 2023

18. Juni: Klimaschutzgesetz

Herr Alfred Braun behauptet in seinem Leserbrief vom 6. Mai, dass die Gegenkampagne zum Klimaschutzgesetz mit Schlagworten hantiert und die Verantwortung abschiebt. Ja, Frau Martullo hat gesagt, die Schweiz trage nur ein Prozent zum weltweiten Ausstoss von Treibhausgasen bei. Diese Zahl ist 10 Mal zu hoch, es sind nämlich nur ein Promille (1% gilt für Deutschland). Zur Stabilisierung des Klimas tragen wir mit der Annahme dieses Gesetzes also rein total nichts bei. Wenn die Befürworter schreiben: «Das Gesetz schützt die Bevölkerung und die Natur von den Folgen des Klimawandels», so ist dies blanker Unsinn! Was wirklich etwas nützt, ist der Ersatz der vielen Kohlekraftwerken in USA, Indien, Polen u.a. mit Kernkraftwerken. So wie es in zunehmendem Masse bereits geschieht oder in den kommenden 10 bis 20 Jahren geschehen wird.
Deutschland hat den umgekehrten Weg beschritten, was uns ebenfalls tangiert. Mit den täglichen Importen von mit Kohle- und Gaskraftwerken stark CO2 belastetem deutschen Strom verschlechtern wir unsere CO2-Bilanz laufend. Es wäre deshalb vernünftiger, wenn wir möglichst rasch unser Kernenergieverbot abschaffen und die schon in Schubladen vorhandenen Pläne für ein neues grosses Kernkraftwerk herausnehmen und diese bauen würden. Die Bauzeiten à la Olkiluoto und Flamanville sind längst überwunden und betragen heutzutage 7 Jahre.
Mit der Initiative «Jederzeit Strom – Blackout stoppen», deren Unterschriftsversammlung noch läuft, werden die Schweizer Stimmbürger nächstes Jahr die Möglichkeit haben, über die Aufhebung des Kernenergieverbots abzustimmen.

Hans Rudolf Lutz, alt Kantonsrat, Lostorf 7. Mai 2023

Kernenergie und Reduktion der CO2-Reduktionen

In der FAZ vom 24. Februar steht, dass Frankreich und die USA im vergangenen Dezember eine bilaterale Arbeitsgruppe zur zivilen Kernkraftsnutzung gegründet haben. Ausdrückliches Ziel sei es: „weltweit eine hochmoderne Kernenergie zu fördern, da ihr eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der weltweiten CO2 -Emissionen zukommt“. Nun hat die französische Energie Ministerin Agnès Pannier-Runacher mit den EU – Staaten Bulgarien, Kroatien, Finnland, Ungarn, Italien, den Niederlanden, Polen, Tschechien, Rumänien der Slowakei, Slowenien und Schweden ein Treffen vereinbart, bei dem eine Allianz begründet werden soll mit dem Ziel, „den Beitrag der Kernenergie zu unseren Klimazielen und zur Energiesicherheit in Europa“ zu bekräftigen. Deutschland hat sie Aussen vor gelassen. Dort scheint sowieso nach wie vor Ideologie vor Vernunft zu herrschen.
Und wir Schweizer? Wir erzeugen momentan immer noch 25% unseres Stroms mit Kernenergie, 30% mit Wasserkraft und 2-3% mit Solarzellen. Den Rest mit Importen. Fast jede Nacht fliesst Strom von Deutschland in die Schweiz mit einer CO2-Belastung von bis zu 700 Gramm pro Kilowattstunde! Es gibt immer noch Ideologen, welche unseren nördlichen Nachbarn als Vorbild bei der Stromerzeugung betrachten. Die Zahl derer, die Frankreichs Politik in diesem Sektor bevorzugen, ist allerdings im Steigen begriffen

Hans Rudolf Lutz, alt Kantonsrat, Lostorf 10. März 2023

NEIN zum KIG!

Im Gesetz ‘Ziele im Klimaschutz, die Innovation und die Stärkung der Energiesicherheit’ (KIG) wird dem Volk das Erreichen des extremen Netto-Null-CO2-Ziel vorgegaukelt. Unzweifelhaft gibt es eine Klimaerwärmung. Aber es gibt keine Klimakrise. Das KIG übertreibt mit Verboten und Subventionen. Es mutet uns unrealistische (Zwischen) Ziele und Massnahmen zu. Das Wort Krise verleitet zu kurzfristigem überhastetem und falschem Handeln. Fehler der Vergangenheit (z.B. Ersatz der fossilen Energien durch wetterabhängige Erneuerbare) werden nicht ausgebügelt, sondern wiederholt. Besonnen abstimmen heisst: NEIN zum KIG! Die nachhaltigere Massnahme gegen den Klimawandel ist die ANPASSUNG. Anpassung ist die Strategie, die auch im Pariser Klimaschutz-Übereinkommen enthalten ist und von den meisten Weltstaaten angewendet wird. Sie beinhaltet die Fähigkeit zur bestmöglichen Vermeidung der nachteiligen Auswirkungen der Klimaänderung.

Die CO2 Vermeidung setzt eine funktionierende Energiepolitik und eine finanziell solide Schweizer Volkswirtschaft voraus. Diese Grundlagen sind zwingend zur (auch nur annähernden) Erreichung des Netto-Null-Zieles bis 2050. Das fordert ein langfristiges zielgerichtetes Denken und Planen. Weil zukünftig die fossilen Energien durch Strom ersetzt werden sollen, braucht es möglichst rasch eine sichere und lückenlose Stromversorgung. Unser Land braucht dazu kurzfristig (bis ca. 2025) zusätzliche (leider CO2-intensive) Gaskraftwerke, weil es im Winter an Spitzenstrom fehlen wird. Es braucht langfristig neue praktisch CO2-freie KKW, weil es – neben der wichtigen CO2 Einsparung – einen grossen Strom-Mehrverbrauch (Mobilität, etc.) zu decken gilt. Dieser kann zuverlässig weder durch Importe (falls es solche zukünftig noch zu kaufen gibt) und schon gar nicht durch wetterabhängigen Wind und subventionierte Fotovoltaik (mit Panels aus China, welche mit Kohlestrom hergestellt werden) abgedeckt werden. Leider stärkt das KIG die Energiesicherheit nicht. Der Titel des KIG ist irreführend. Das KIG ändert nichts an der heutigen, völlig falschen Ideologie (Kernenergie sei unsicher und die Entsorgung sei ungelöst) der Grünen und Linken fest. Die ganze Welt sogar die EU Länder, mit Ausnahme der deutschsprachigen Länder, plant und baut neue KKW. In den USA gibt es schon heute bestehende KKW, die eine Betriebsbewilligung für 80 Jahre haben. Klar ist: Mit neuen KKW erreicht man am schnellsten einen CO2-neutralen Strommix. Das KIG ist untauglich, weil es die CO2 Ziele ineffizient verfolgt. Es verschleudert Geld der Strom-Konsumenten und fördert die Inflation (siehe Deutschland). Als Beispiel: Das KIG will in Art. 3, «dass spätestens bis 2050 in der Schweiz und im Ausland Kohlenstoffspeicher im notwendigen Umfang für die Erreichung des Netto-Null-Zieles zur Verfügung» stehen. Die Milliarden des KIG fehlen der Schweizer Volkswirtschaft für andere wichtige Politthemen (z.B. Migration). Für Nachhaltigkeit: NEIN zum KIG!

Kernenergie und Reduktion der CO2-Emissionen

In der FAZ vom 24. Februar steht, dass Frankreich und die USA im vergangenen Dezember eine bilaterale Arbeitsgruppe zur zivilen Kernkraftsnutzung gegründet haben. Ausdrückliches Ziel sei es: „weltweit eine hochmoderne Kernenergie zu fördern, da ihr eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der weltweiten CO2 -Emissionen zukommt“.

Nun hat die französische Energie Ministerin Agnès Pannier-Runacher mit den EU – Staaten Bulgarien, Kroatien, Finnland, Ungarn, Italien, den Niederlanden, Polen, Tschechien, Rumänien der Slowakei, Slowenien und Schweden ein Treffen vereinbart, bei dem eine Allianz begründet werden soll mit dem Ziel, „den Beitrag der Kernenergie zu unseren Klimazielen und zur Energiesicherheit in Europa“ zu bekräftigen. Deutschland hat sie Aussen vorgelassen. Dort scheint sowieso nach wie vor Ideologie vor Vernunft zu herrschen.

Und wir Schweizer? Wir erzeugen momentan immer noch 25% unseres Stroms mit Kernenergie, 30% mit Wasserkraft und 2-3% mit Solarzellen. Den Rest mit Importen. Fast jede Nacht fliesst Strom von Deutschland in die Schweiz mit einer CO2-Belastung von bis zu 700 Gramm pro Kilowattstunde! Es gibt immer noch Ideologen, welche unseren nördlichen Nachbarn als Vorbild bei der Stromerzeugung betrachten. Die Zahl derer, die Frankreichs Politik in diesem Sektor bevorzugen, ist allerdings im Steigen begriffen.

Hans Rudolf Lutz, alt Kantonsrat, Lostorf, 10. März 2023